07 M&a 2005 09:19 am

Also, dass Wochenende war erfolgreich, ich habe meine Nachmittage der Wissenschaft geopfert und zwar nicht meiner eigenen, sondern quasi einer Poly-Wissenschaft! Ich habe aus Anjas (noch nicht mal ausgepackt und sortierten) Bücherfundus, noch einige Werke gezogen, die nichts mit Stoffen oder gesunder Ernährung zu tun hatten. (Es gibt vermutlich nichts was mich weniger indeteressiert!)
Also habe ich mich vertieft in ein kunsthistorisches Buch, ein Buch über das Mittelalter, eines über das Leben der Hildegard von Bingen, eins über die Peyote-Religion nordamerikanische Indianer,eines über Magie (ich werde mir ein Hexenbuch anlegen), eines über Schlafforschung (ich werde anfangen ein Traumtagebuch zu führen), besonders gut gefallen hat mir eines, indem bekannte Schriftsteller eine Kurzgeschichte zu einem Bild geschrieben haben, dass man ihnen gab und zu guter Letzt hab ich noch in einem Spanisch für Kurzentschlossene fest gestellt, dass ich in diesem Bereich nicht viel zu bieten habe.
Mit so breit gefächertem Wissen wird es jetzt Zeit für “Wer wird Millionär"!!!
Nun werde ich euch alle in eine arbeitsreiche Woche entlassen (Alex, Tosch, Thomas, Sandra…)
und hoffe ihr habt nicht zu viel Stress! Grüße ins Lagerhaus, dass hoffentlich noch steht…
Meine Wissenschaft lauert schon neben mir auf dem Schreibtisch!

Ein Schmatzi in die Runde

 07 M&a 2005 12:03 pm

Gerade komme ich vom einkaufen, da hält ein Auto mit Berner Kennzeichen neben mir und der Fahrer spricht mich an. Ich verstehe kein Wort und sage freundlich “Was bitte?” Da guckt er etwas resigniert (sah sein Projekt wohl schon als gescheitert an) und fragt nach einer Strasse. Und ich konnte ihm erklären wo das ist. Ich wohne ja hier und kenne mich aus!!! Da hat er aber doof geguckt…

 08 M&a 2005 06:23 pm

Da meine Wochentage in Klausur ja nicht gerade von Ereignisreichtum geprägt sind, will ich noch eine weitere Betrachtung, des ansässigen Mitmenschen vornehmen, des homo schweizicus.
Dieser ist recht klein gewachsen, wie es für ein Begvölkchen so üblich ist. Das ist so auffällig, dass meine Freundin mit 1,79m jedes Mal in Begeisterungschreie ausbricht, wenn sie ein Exemplar auf der Strasse sieht, von dem sie überragt wird.
Er zeichnet sich, durch schon erwähnte Freundlichkeit aus (er lächelt unentwegt!), die er auch in den Straßenverkehr transportiert, man hält sich auch die Tür auf und für ein nettes grüesse oder uf wiederluege ist immer Zeit. Auch Bus- und Tramfahrer lassen einen nicht heran hetzen und schließen die Tür sobald man fast da ist, sondern sie warten auf einen.
Darüber hinaus ist dieses possierliche Menschlein sehr reinlich, auf den Straßen findet sich kein Papier, keine Kippen (überall sind Aschenbecher, die auch benutzt werden) oder Hundekacke (da gibt`s kleine Beutelchen, die man aus Automaten ziehen kann und die auch tatsächlich benutzt werden!).
Die Schweiz ist das Land des Sports, man fährt Ski oder Snowboard auch extrem Mountain-Biking in den Bergen ist für den aktiven homo schweizicus keine Seltenheit. Alle paar Meter wird man auf der Strasse von einem Jogger über den Haufen gerannt und selbst die kleinsten schlitteln schon, dass es kein halten mehr gibt.
Dieser Tage sieht man viele mit Krücken durch die Gegend humpeln, auch hier ist der Grund wohl in der Skisaison zu finden. Vielleicht sind es auch Ausländer, die, die einheimische Ampelschaltung nicht verstehen und weniger Glück hatten, als ich bis jetzt. Denn in diesem Punkt zeigt sich der homo schweizicus beängstigend unorganisiert.
Alles in allem ist die Bestandsaufnahme erfreulich, so kann man doch zusammen alt werden!

 10 M&a 2005 08:53 am

Am Samstag fahren wir aufs Land, auf einen - Achtung, Achtung - Bio-Bauernhof!!!
Das ist kein Witz, Anjas beste Freundin Svene ist nämlich mit einem Bio-Bauern verheiratet…ist das zu glauben!?!?
Svene hat gesagt, ich als Stadtkind bekomme die große Hofführung, übern Acker und durch die Viehställe.
Na, das freut sich doch das Herz und ich wenig weitsichtige Person hab meine Gummistiefel in Hamburg stehen lassen, wie konnte mir das passieren?
Man fasst es nicht…

 10 M&a 2005 01:38 pm

Hier hat es heute so unglaublich schönes Wetter, dass ich dachte ich muss auf jeden Fall mal raus. Heute ist Bern auf jeden Fall die zweitschönste Stadt der Welt (Hamburg meine Heimat… schumdidum…).
Das Literaturarchiv war (nachdem ich es endlich gefunden hatte!) nicht so spektakulär, ich konnte mich zwar an den Handschriften von Hesse, Dürrenmatt und Co freuen, aber da meine graphologischen Kenntnisse eher beschränkt sind, hat mich das nicht nach vorne gebracht.
Dann ab in die Stadt und einen spitzen Einkauf getätigt und dann ins Café. Und hier ist es dann passiert - Trommelwirbel - ich habe meinen ersten, eigenen Schweizer kennen gelernt! Das ich das noch erleben durfte, da hab ich glatt Pipi in den Augen, vor lauter Freude!
Ist das Leben nicht schön!?

Ach ja, die unqualifizierten Kommentare meiner Mitmenschen zum Thema Bauernhof möchte ich an dieser Stelle noch milde belächeln.

Und ich darf verkünden, dass ich heute eine Einladung erhalten habe. Meine lieben, alten Schulfreunde Carola und Marzel heiraten am 01. Juli. An dieser Stelle schon mal alles Gute für euch zwei und ich werde auf jeden Fall dabei sein!

 11 M&a 2005 05:39 pm

So nachdem ich in den letzten 3 Wochen 60 Seiten Magisterarbeit geschrieben habe, mache ich jetzt Pause.
Ich werde 4 Tage Urlaub nehmen und die Seele baumeln lassen. Mein Nacken ist mitlerweile so verspannt, dass man einfach mal eine Eisenstange drauf zerschlagen könnte und in meinem Kopf herrscht nur noch gähnende Leere (nein Axel, nicht wie sonst immer!), von Konzentration keine Spur mehr.
Also, da schaun wir doch mal was das Freizeit Programm die nächsten Tage so bietet.
Gehabt euch wohl und seid neidisch! Ich wünsche euch trotzdem ihr zuhause sein müßt ein wunderbares Wochenende!

Ein Schmatzi in die Runde
Sandra

 13 M&a 2005 09:43 am

Also gestern war es soweit: ab auf den Bauernhof!

Da gab es so Küken, die waren aber eher langweilig und irgendwie konnten die insgesamt nix.
Dann waren da noch Kühe, mit denen ich vor der Tür ganz gut konnte,

aber im Kuhstall (der soooo schlimm gerochen hat!) gab es dann aber einen Zwischenfall über den ich nicht sprechen möchte…
Danach sind Anja und ich noch nach Fribourg gefahren eine ganz süße, kleine Stadt.

Das was mich am meisten verwundert hat war, dass die Stadt eigentlich bilingual ist, aber das viele da nur eine der beiden Sprachen können. In der kompletten Stadt ist – vom Straßenschild bis zum Supermarktangebot – alles auf deutsch und französisch. Der Kellner im Café konnte aber kein Wort deutsch, sondern nur französisch und das ist wohl auch nicht unnormal. Wie kann man denn so bitte zusammenleben??? Wie funktioniert das mit Schule und Uni und arbeiten und keine Ahnung? Allerdings habe ich ein Niki de Saint Phalle Museum gefunden und da standen draußen auch so einige Plastiken rum (wir hatten leider keine Zeit rein zu gehen!) – das war cool!
Am Abend ist dann Alex wohlbehalten hier eingetrudelt.
Heute gibt’s sightseeing! Also jetzt pennt er noch, aber draußen ist das absolute Königswetter.