Ein frohes grüezi in die Heimat!
Also ich befinde mich jetzt ja fast richtig in einer Konklave, aber bisher gehts ganz gut!
Das Arbeiten geht weiterhin gut voran und ich habe sogar zwischen Anjas diversen Fachbüchern (Stoffe färben, Stoffe des alten Chinas, Geschichte der Stoffe etc.) sogar noch 1, 2 Romane für die sympathische Zerstreuung am Abend gefunden.
Wobei hören tue ich hier eine Menge, dieses alte Haus ist so hellhörig, dass ich jedes Wort der lebhaften Nachbarn mitbekomme (wenn ich es denn auch verstehen würde…).
Wer will auch schon soziale Kontakte??? Hier ist es sowieso etwas seltsam: also wenn man kommt und keinen kennt muss man jedem die Hand geben (das macht sich bei einer Rugby-Frauenmannschaft oder einem Karateverein schon zeitlich bemerkbar!) und wenn man wieder geht muss man wieder jedem die Hand geben. Jetzt kommt aber noch eine Variante ins Spiel, die Menschen mit denen man in der Zeit mehr als einen Satz gewechselt hat, die kommen jetzt küssen (da sind sie mit einem Mal so gar nicht zugeknöpft, die Berner). Und der Schweizer an sich küsst 3x, rechts, links, rechts und wenn man einmal soweit ist, dann gilt das wohl für immer - mit dem küssen.
Da die Schweizer und speziell die Berner als etwas langsam gelten und dieses Zeremoniell auch etwas zeitraubend ist, geht für Begrüßung und Verabschiedung eigentlich schon die halbe Verabredung drauf.
Wie praktisch, da hat (wie der Schweizer sagt) es dann nicht mehr so viel Zeit zum kommunizieren.
Und zuhause ändert sich nicht viel, wie ich höre. Tosch und Alex arbeiten, Jul hängt in meiner Wohnung ab, Thomas säuft, Sandra macht brav Praktikum und der Dr. Schaffhausen klopft böse Sprüche - schön, alles wie immer!
Mein Daddy und meine Ma sind gerade in Österreich Skifahren und da hat er mich vorgestern angerufen und war sehr erfreut, dass es auch über diese Ländergrenze funktioniert…mit dem Telefon!
Ich sitz hier bei Bio-Chips und Rivella und freue mich!!!
Habt es gut ihr Lieben!